C2C: Consumer-to-Consumer-Versand erklärt
Fachlich geprüft: August 2026
C2C steht für Consumer to Consumer: Eine Privatperson verkauft oder sendet an eine andere Privatperson. Online-Marktplätze vermitteln Angebot, Zahlung oder Versandlabel. Logistisch ähnelt der Paketprozess B2C, rechtliche Verbraucherrechte und Verantwortungen können aber anders sein.
C2C und B2C
| C2C | B2C |
|---|---|
| Privatperson verkauft an Privatperson | Unternehmen verkauft an Verbraucher |
| kein automatisches Verbraucherwiderrufsrecht wie beim Händler | Verbraucherschutzpflichten gelten |
| Gewährleistung kann im zulässigen Rahmen ausgeschlossen sein | gesetzliche Verbraucherregeln/Informationspflichten |
| Versandrisiko hängt von Vertrag/Übergabe ab | bei Verbrauchsgüterkauf besondere Regeln |
Sicher versenden
- Artikelzustand und Seriennummer fotografieren.
- Plattformzahlung/Kommunikation nutzen.
- passendes Paketprodukt und Haftung wählen.
- transportgerecht verpacken, nicht nur Originalkarton verwenden.
- Adresse im offiziellen Label prüfen.
- Einlieferungsbeleg sichern.
- Tracking und Empfang dokumentieren.
Häufige Streitpunkte
- Ware entspricht nicht Beschreibung,
- mangelhafte Verpackung,
- Sendung ohne Scan/Beleg,
- unversicherte oder unterversicherte Versandart,
- Abstellgenehmigung und Verlust,
- Rückgabeerwartung trotz Privatverkauf,
- professioneller Händler tarnt sich als privat.
Praxisbeispiel
Eine Privatperson verkauft Kamera. Sie dokumentiert Funktion/Seriennummer, polstert im Umkarton, wählt nachverfolgten Versand mit passender Haftung und bewahrt Beleg. Käufer filmt nicht zwingend Auspacken, meldet aber sichtbare Schäden sofort und bewahrt Verpackung.
Plattformrolle
Eine Plattform kann nur vermitteln, Zahlung treuhänderisch halten oder Versandlabel bereitstellen. AGB zeigen, mit wem Kauf- und Beförderungsvertrag bestehen und welche Käuferschutzfristen gelten.