Mit dem eigenen Pkw Geld verdienen: flexibel als Kurierfahrer

Kurieraufträge neben Beruf oder Studium flexibel übernehmen

Mit dem eigenen Pkw Geld verdienen und dabei die Arbeitszeit flexibel gestalten: Das eigene Auto verursacht ohnehin jeden Monat Kosten – für Versicherung, Kraftstoff, Wartung und Wertverlust. Warum also nicht den vorhandenen Pkw für einen Nebenverdienst nutzen? Als selbstständiger Kurierfahrer können Sie kleinere Transportaufträge übernehmen und freie Zeiten sinnvoll einsetzen.

Mit dem eigenen Pkw Geld verdienen: flexibel als Kurierfahrer
Mit dem eigenen Pkw Geld verdienen: flexibel als Kurierfahrer

Ob nach Feierabend, an einzelnen Wochentagen oder in den Semesterferien: Kurierdienstleistungen lassen sich vergleichsweise flexibel organisieren. Eine Frachtenbörse wie DAGO hilft dabei, passende Aufträge zu finden, ohne selbst aufwendig nach Kunden suchen zu müssen.

Nebenverdienst mit freier Zeiteinteilung

Ein klassischer Nebenjob ist häufig mit festen Schichten verbunden. Wer hauptberuflich arbeitet, studiert oder familiäre Verpflichtungen hat, kann solche Arbeitszeiten jedoch nicht immer einhalten.

Bei selbstständig ausgeführten Kurierfahrten entscheiden Sie grundsätzlich selbst, welche Aufträge zu Ihrem Zeitplan passen. Steht ein freier Nachmittag zur Verfügung, können Sie nach einer Fahrt in Ihrer Umgebung suchen. Haben Sie am Wochenende mehr Zeit, kommt möglicherweise auch ein längerer Transport infrage.

Das bedeutet nicht, dass jeder Auftrag spontan oder ohne Vorbereitung ausgeführt werden kann. Abhol- und Lieferzeiten müssen zuverlässig eingehalten werden. Sie bestimmen aber selbst, ob Sie einen angebotenen Auftrag annehmen.

Welche Kurieraufträge lassen sich mit einem Pkw erledigen?

Nicht für jeden Transport wird ein großer Lieferwagen benötigt. Viele Sendungen finden problemlos im Kofferraum oder auf der Rückbank eines gewöhnlichen Pkw Platz. Dazu können beispielsweise gehören:

  • Dokumente und wichtige Unterlagen
  • Ersatzteile und kleinere Bauteile
  • Pakete oder Warenmuster
  • dringend benötigte Betriebsmittel
  • kleinere Sonder- und Expresssendungen

Besonders interessant sind Direktfahrten. Dabei wird die Sendung am vereinbarten Ort abgeholt und ohne unnötige Zwischenstationen zum Empfänger gebracht. Anders als bei einem klassischen Paketdienst müssen Sie daher nicht zwangsläufig eine große Zahl einzelner Adressen anfahren.

Vor der Auftragsannahme sollten Sie immer prüfen, ob Gewicht und Abmessungen der Sendung zu Ihrem Fahrzeug passen. Auch die zulässige Zuladung des Pkw darf nicht überschritten werden. Hinweise zur sicheren Beförderung finden Sie außerdem in unserem Beitrag über Ladungssicherungsmittel für den Pkw.

So hilft eine Frachtenbörse bei der Auftragssuche

Wer selbstständig Kurierdienstleistungen anbieten möchte, benötigt zunächst Kunden. Die eigenständige Akquise per Telefon, E-Mail oder Werbung kann viel Zeit kosten – insbesondere am Anfang.

Eine Frachtenbörse funktioniert dagegen wie ein digitaler Marktplatz für Transportdienstleistungen. Auftraggeber stellen verfügbare Transporte ein, während registrierte Transportpartner nach geeigneten Fahrten suchen können.

Über die DAGO Frachtenbörse werden unter anderem Direktfahrten, Sonderfahrten, Expressfahrten und Eiltransporte vermittelt. Das Angebot umfasst regionale, deutschlandweite und innereuropäische Strecken. Nach Angaben von DAGO können registrierte Partner außerdem per E-Mail oder SMS auf tagesaktuelle Aufträge in ihrer Nähe hingewiesen werden.

Sie können dadurch gezielt nach Fahrten suchen, die zu Ihrem Fahrzeug, Ihrem Standort und Ihrer verfügbaren Zeit passen. Die Nutzung der Plattform ist für Transportpartner laut DAGO dauerhaft kostenlos.

In wenigen Schritten zum ersten Kurierauftrag

  1. Voraussetzungen schaffen: Melden Sie die gewerbliche Tätigkeit an und klären Sie den erforderlichen Versicherungsschutz.
  2. Als Transportpartner registrieren: Für die Anmeldung bei DAGO werden unter anderem die Gewerbeanmeldung und eine Frachtführerhaftpflichtversicherung benötigt.
  3. Aufträge auswählen: Prüfen Sie Abholort, Ziel, Strecke, Lieferzeit, Sendungsgröße und Vergütung.
  4. Kosten kalkulieren: Berücksichtigen Sie nicht nur den Kraftstoff, sondern auch Anfahrt, Rückfahrt, Verschleiß, Versicherung und Steuern.
  5. Transport zuverlässig durchführen: Holen Sie die Sendung pünktlich ab, sichern Sie sie ordnungsgemäß und lassen Sie sich die Übergabe bestätigen.
  6. Unterlagen einreichen: Nach Abschluss werden Rechnung und Transportdokumente übermittelt. DAGO nennt eine Auszahlung innerhalb von 30 Tagen, abhängig von der gewählten Zahlungsweise.

Was Sie vor dem Start benötigen

Auch wenn Sie nur gelegentlich mit Ihrem Pkw fahren möchten, handelt es sich nicht um einen vollkommen formlosen Privatverdienst. Für die Registrierung als DAGO-Transportpartner nennt die Plattform drei wesentliche Voraussetzungen:

  • einen passenden und gültigen Führerschein,
  • eine gültige Gewerbeanmeldung,
  • eine Frachtführerhaftpflichtversicherung.

Bei Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen reicht für viele Einsätze grundsätzlich der übliche Führerschein der Klasse B. Welche Genehmigungen und Versicherungen im Einzelfall notwendig sind, kann jedoch von Fahrzeug, Ladung und Fahrtgebiet abhängen. Besonders bei grenzüberschreitenden Fahrten sollten Sie die geltenden Bestimmungen vorab prüfen.

Informieren Sie außerdem Ihre Kfz-Versicherung über die gewerbliche Nutzung des Fahrzeugs. Eine private Police deckt gewerblich ausgeführte Kurierfahrten nicht automatisch ab. Einnahmen aus der Tätigkeit müssen zudem ordnungsgemäß erfasst und versteuert werden.

Wann lohnt sich ein Auftrag wirklich?

Der angebotene Preis allein sagt noch nicht, wie viel Sie tatsächlich verdienen. Entscheidend ist der Betrag, der nach Abzug sämtlicher Kosten übrig bleibt. Kalkulieren Sie deshalb jede Fahrt vor der Annahme.

Berücksichtigen Sie insbesondere:

  • die gesamte Strecke einschließlich Anfahrt und möglicher Rückfahrt,
  • den Kraftstoff- oder Energieverbrauch,
  • Verschleiß und Wertverlust des Fahrzeugs,
  • Maut-, Fähr-, Tunnel- oder Parkkosten,
  • Versicherungen und betriebliche Ausgaben,
  • Ihren persönlichen Zeitaufwand.

Besonders attraktiv können Aufträge sein, deren Abholort in Ihrer Nähe liegt oder die sich mit einer ohnehin geplanten Strecke verbinden lassen. So vermeiden Sie unnötige Leerkilometer und nutzen Ihr Fahrzeug effizienter.

Geeignet für Berufstätige, Studierende und flexible Selbstständige

Kurierfahrten können eine interessante zusätzliche Einnahmequelle sein, wenn Sie gern Auto fahren, zuverlässig sind und Ihre Arbeitszeit flexibel gestalten möchten. Der Einstieg erfordert kein eigenes Logistikzentrum und nicht zwingend einen großen Fuhrpark. Für kleinere Sendungen kann bereits ein geeigneter Pkw ausreichen.

Die Tätigkeit ist dennoch kein passives Einkommen: Jeder Auftrag muss sorgfältig geprüft, pünktlich ausgeführt und korrekt dokumentiert werden. Wer verantwortungsbewusst kalkuliert und nur passende Fahrten übernimmt, kann sich jedoch schrittweise einen flexiblen Nebenverdienst aufbauen.

Freie Zeit und freien Laderaum sinnvoll nutzen

Statt das eigene Auto ungenutzt stehen zu lassen, können Sie es gezielt für Kurierdienstleistungen einsetzen. Wann und wie häufig Sie fahren, richtet sich nach Ihren verfügbaren Zeiten und den passenden Angeboten.

Die DAGO Frachtenbörse erleichtert die Suche, indem sie Transportpartner mit Auftraggebern zusammenbringt. Registrierung und Nutzung sind nach Angaben des Anbieters kostenlos. So können Sie ohne aufwendige eigene Kundenakquise nach Kurieraufträgen suchen und selbst entscheiden, welche Fahrt in Ihren Alltag passt.

Jetzt informieren, als Transportpartner registrieren und passende Transportaufträge mit dem Pkw finden.

Fachredaktion Logistik & Versand at  | Website

Die KEP-Redaktion veröffentlicht praxisorientierte Fachbeiträge zu Kurier-, Express- und Paketlogistik, Versand, Transport und E-Commerce-Logistik. Inhalte werden verständlich aufbereitet und bei wesentlichen Änderungen aktualisiert.

Mehr anzeigen
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"