Logistische Netzwerkplanung: Ebenen, Daten & Ziele
Fachlich geprüft: August 2026
Netzwerkplanung gestaltet die Struktur logistischer Standorte und Warenflüsse. Sie beantwortet, welche Werke, Lager, Hubs und Relationen benötigt werden und welche Mengen darüber laufen sollen.
Kurzdefinition: Logistische Netzwerkplanung ordnet Nachfrage, Lieferquellen, Standorte, Kapazitäten und Transportwege so zu, dass Service, Kosten, Risiko und Nachhaltigkeit gemeinsam berücksichtigt werden.
StrategischStandorte und Rollen
TaktischKapazitäten und Bestände
OperativTouren und tägliche Steuerung
Typische Entscheidungen
- Anzahl, Lage und Funktion von Lagern und Hubs,
- Make-or-buy und Dienstleisterzuordnung,
- Bestandspositionierung und Servicegebiete,
- Transportmodi, Direktrelationen und Bündelung,
- Kapazitätsreserven und Notfallalternativen.
Benötigte Daten
| Datenblock | Beispiele |
|---|---|
| Nachfrage | Aufträge, Saison, Servicezeiten |
| Produkte | Gewicht, Volumen, Temperatur |
| Standorte | Kosten, Kapazität, Kalender |
| Transport | Tarife, Laufzeiten, Emissionen |
Modell und Realität
Optimierungsmodelle berechnen Szenarien, doch Ergebnisse hängen von Datenqualität und Annahmen ab. Durchschnittsmengen allein verschleiern Spitzen; nominelle Kapazität ist nicht immer praktisch nutzbar.
Robustheitstest: Gute Planung prüft nicht nur den günstigsten Normalfall, sondern Nachfrageanstieg, Standortausfall, Lieferverzug und Tarifänderung.
Vorgehensweise
- Ziele, Systemgrenze und Serviceversprechen festlegen.
- Ist-Daten bereinigen und Basisjahr kalibrieren.
- Szenarien und Restriktionen modellieren.
- Kosten, Service, Risiko und Emissionen vergleichen.
- Sensitivität prüfen und Umsetzungsplan erstellen.