RFID-Tag: Aufbau, Frequenzen & Logistikeinsatz
Zuletzt fachlich geprüft: 9. August 2026
Ein RFID-Tag ist ein elektronischer Datenträger aus Chip und Antenne, der per Funk ausgelesen wird. Er kann Artikel, Behälter, Paletten oder Assets eindeutig identifizieren.
Chip, Antenne und Träger
passiv, aktiv und semi-passiv
Identifikation und Ereigniserfassung
Tag-Arten
| Typ | Eigenschaft |
|---|---|
| Passiv | keine eigene Batterie; Energie vom Reader |
| Aktiv | eigene Batterie und meist größere Reichweite |
| HF/NFC | kurze Reichweite und gezielte Nähe |
| UHF/RAIN RFID | Logistik, Pulklesung und größere Reichweite |
Einsatz
- Wareneingang und automatische Torlesung,
- Bestands- und Inventurerfassung,
- Behälter- und Palettenkreisläufe,
- Produktionsverfolgung,
- Zutritt und Werkzeugverwaltung,
- Temperatur- oder Zustandsdaten bei speziellen Tags.
Fehlerquellen
Metall und Flüssigkeit beeinflussen Funkfelder, falsche Tagpositionen reduzieren Reichweite, und ein leistungsstarker Reader kann benachbarte Tags unbeabsichtigt erfassen. Readerzone, Antenne, Sendeleistung und Filterlogik müssen getestet werden.
Datenschutz und Sicherheit
Tags sollten nur erforderliche Daten tragen. Zugriffsschutz, Deaktivierung, Lebenszyklus und Verknüpfung mit personenbezogenen Daten sind zu regeln. Eine weltweit eindeutige Kennung ist nützlich, kann aber unkontrolliertes Tracking ermöglichen.
Abgrenzung
Barcode ist optisch und günstig; RFID ermöglicht Pulklesung ohne Sichtkontakt. GS1-EPC kann standardisierte Identifikatoren auf Tags abbilden.