Tieflader: Bauarten, Einsatz & Genehmigungen
Fachlich geprüft: August 2026
Ein Tieflader ist ein Anhänger oder Sattelauflieger, dessen Ladefläche ganz oder teilweise besonders niedrig liegt. Dadurch können hohe Maschinen, Fahrzeuge und schwere Bauteile transportiert werden, ohne die zulässige Gesamthöhe unnötig auszuschöpfen.
Welche Bauarten gibt es?
- Semitieflader: abgesenkte Ladefläche hinter dem Schwanenhals, vielseitig für Maschinen.
- Tiefbett: sehr niedrige Plattform zwischen Achsaggregat und Zugmaschine.
- Plateau-/Teleauflieger: ausziehbar für lange Güter; je nach Ausführung tiefergelegt.
- Innenlader: Spezialbauart, etwa für Betonfertigteile oder Glas.
Welche Angaben braucht die Disposition?
| Angabe | Warum wichtig? |
|---|---|
| Länge, Breite, Höhe | Fahrzeugwahl und Genehmigung |
| Gewicht und Schwerpunkt | Achslasten und Sicherung |
| Fahrfähigkeit | Rampen, Winde, Kran |
| Abhol-/Zielort | Zufahrt und Streckenprüfung |
Genehmigungen
Überschreitet der Transport zulässige Maße oder Gewichte, können Erlaubnisse nach § 29 Abs. 3 StVO und Ausnahmegenehmigungen nach § 46 StVO nötig sein. Auflagen können Strecke, Zeitraum, Begleitung und Kennzeichnung betreffen. Eine Fahrzeugzulassung ersetzt diese streckenbezogenen Entscheidungen nicht.
Ladungssicherung
Baumaschinen werden gegen Rollen, Kippen, Rutschen und Wandern gesichert. Zurrpunkte, Ketten oder Gurte, Reibung, Formschluss und Herstellerangaben sind aufeinander abzustimmen. Anbaugeräte und lose Teile benötigen eigene Sicherung.
Praxisbeispiel
Ein Bagger ist 3,20 Meter hoch. Auf einer Standardladefläche würde die Gesamthöhe kritisch; ein Semitieflader senkt sie. Vor Auftragserteilung werden Gewicht, Schwerpunkt, Rampenwinkel, Gesamtmaße und Zufahrt geprüft.