DHL fordert Zweimann-Zustellung für Pakete über 23 kg
DHL fordert eine verbindliche Zweimann-Zustellung für Pakete mit einem Gewicht von mehr als 23 Kilogramm. Der Konzern begründet den Vorstoß mit dem Gesundheitsschutz der Beschäftigten. Denn schwere Sendungen belasten Rücken, Muskeln und Gelenke erheblich. Gleichzeitig warnt die Konkurrenz vor Personalmangel, zusätzlichen Fahrten und höheren Emissionen. Verdi hält selbst die von DHL vorgeschlagene Grenze für zu hoch und verlangt zwei Zusteller bereits ab 20 Kilogramm. Damit entwickelt sich die Frage nach schweren Paketen zu einer Grundsatzdebatte über Arbeitsschutz, Wettbewerb, Versandkosten und die Verantwortung von Onlinehändlern.
Das Wichtigste in Kürze
- DHL fordert, dass Pakete mit mehr als 23 Kilogramm grundsätzlich von zwei Personen zugestellt werden.
- Als Hauptgrund nennt der Konzern den Gesundheitsschutz der Zusteller. Rund jede dritte Krankmeldung bei Post & Paket Deutschland betrifft Muskel- oder Skeletterkrankungen.
- DHL will die Regel nicht freiwillig im Alleingang einführen. Der Konzern befürchtet sonst Nachteile gegenüber Hermes, GLS, DPD und weiteren Wettbewerbern.
- Der Branchenverband BPEX lehnt eine niedrigere Gewichtsgrenze ab. Er warnt vor zusätzlichem Personalbedarf, mehr Fahrzeugen, längeren Transportzeiten und einer schlechteren CO₂-Bilanz.
- Verdi fordert eine strengere 20-Kilo-Grenze ohne Ausnahmen. Technische Hilfsmittel reichen aus Sicht der Gewerkschaft und von DHL nicht aus.
Warum fordert DHL eine Zweimann-Zustellung für schwere Pakete? DHL möchte Pakete mit einem Gewicht von mehr als 23 Kilogramm nur noch durch zwei Beschäftigte zustellen lassen. Der Konzern begründet dies mit den hohen körperlichen Belastungen und den gesundheitlichen Risiken für Paketboten. Die Regel soll gesetzlich für die gesamte Paketbranche gelten, damit kein einzelner Anbieter Wettbewerbsnachteile erleidet.
Warum DHL die Zweimann-Zustellung ab 23 Kilogramm fordert
Der Vorstoß von DHL wurde am 29. Juli 2026 bekannt. Nikola Hagleitner, Vorständin für das deutsche Brief- und Paketgeschäft, fordert klare gesetzliche Vorgaben. Pakete mit einem Gewicht von mehr als 23 Kilogramm sollen demnach nicht mehr von einer einzelnen Person getragen und ausgeliefert werden. Stattdessen sollen zwei Zusteller gemeinsam für die Übergabe verantwortlich sein. Die Vorgabe soll für sämtliche Paketdienste in Deutschland gelten. Dazu gehören neben DHL auch Unternehmen wie Hermes, GLS und DPD. DHL fordert damit strengere Regeln, obwohl der Konzern selbst Marktführer im deutschen Paketgeschäft ist.
Hagleitner hält eine freiwillige Selbstverpflichtung einzelner Unternehmen jedoch nicht für ausreichend. Aus ihrer Sicht kann ein wirksamer Gesundheitsschutz nur entstehen, wenn alle Marktteilnehmer dieselben Vorgaben einhalten müssen. Außerdem müssten die Regeln konsequent kontrolliert werden. Andernfalls könnten Anbieter mit geringeren Arbeitsschutzstandards ihre Leistungen günstiger anbieten. Dadurch würden verantwortungsvollere Unternehmen im Wettbewerb benachteiligt. DHL verbindet seine Forderung deshalb ausdrücklich mit einer gesetzlichen und branchenweit verbindlichen Regelung.
Die Diskussion betrifft den Gewichtsbereich zwischen 23 und 31,5 Kilogramm. Die bisherige Obergrenze für reguläre Pakete liegt bei 31,5 Kilogramm. Sendungen unterhalb dieser Grenze werden üblicherweise noch im normalen Paketnetz transportiert. DHL möchte nun innerhalb dieses Bereichs eine zusätzliche Schwelle einführen. Oberhalb von 23 Kilogramm soll eine Zustellung durch nur eine Person nicht mehr erlaubt sein. Damit würde die letzte Strecke bis zur Haustür organisatorisch deutlich verändert.
Gesundheitliche Belastung für die Paketzusteller
DHL begründet seine Forderung vor allem mit dem Schutz der Beschäftigten. Große Pakete sind nicht nur schwer, sondern oft auch sperrig und schlecht zu greifen. Zudem müssen Zusteller die Sendungen häufig über Treppen, enge Wege oder unebene Flächen tragen. Selbst kurze Tragewege können den Rücken stark belasten. Das gilt besonders dann, wenn schwere Pakete mehrmals am Tag bewegt werden müssen. Die Belastung entsteht also nicht nur durch eine einzelne Sendung. Entscheidend ist vielmehr die Summe aller Hebe- und Tragevorgänge während einer Arbeitsschicht.
Nach Angaben von Nikola Hagleitner bezieht sich bei Post & Paket Deutschland etwa jede dritte Krankmeldung auf Muskel- oder Skeletterkrankungen. Dazu können Rückenbeschwerden, Gelenkprobleme und Überlastungen der Muskulatur gehören. Solche Erkrankungen entstehen häufig über einen längeren Zeitraum. Sie können jedoch auch durch eine falsche Bewegung oder einen unkontrollierten Hebevorgang ausgelöst werden. Besonders riskant sind Pakete ohne geeignete Griffmöglichkeiten. Auch eine ungleichmäßige Gewichtsverteilung erschwert das sichere Tragen.
Eine zweite Person könnte die körperliche Belastung deutlich reduzieren. Das Gewicht ließe sich auf zwei Beschäftigte verteilen. Außerdem könnten beide Personen die Sendung besser stabilisieren. Das wäre besonders auf Treppen oder vor engen Hauseingängen hilfreich. Gleichzeitig sinkt die Gefahr, dass ein Zusteller das Paket fallen lässt oder selbst stürzt. Die Zweimann-Zustellung soll daher nicht nur Rückenprobleme verhindern. Sie könnte auch das allgemeine Unfallrisiko während der Auslieferung senken.
Welche schweren Pakete besonders häufig zugestellt werden
Bei den betroffenen Sendungen handelt es sich häufig um Alltagsprodukte. Dazu gehören Fitnessgeräte, größere Mengen Hundefutter und schwere Säcke mit Katzenstreu. Auch Getränkekartons, Weinflaschen und andere Waren mit hoher Materialdichte können schnell mehr als 23 Kilogramm wiegen. Viele dieser Produkte werden heute über Onlinehändler bestellt. Dadurch landen sie im klassischen Paketnetz und nicht in einer gesonderten Speditionszustellung. Für Kunden ist diese Versandart bequem. Für Zusteller bedeutet sie jedoch eine erhebliche körperliche Belastung.
Nach Angaben von Hagleitner wären mehr als 90 Prozent der schweren Pakete grundsätzlich teilbar. Ein Händler könnte beispielsweise zwei kleinere Pakete mit Hundefutter versenden. Auch Weinflaschen ließen sich auf mehrere Kartons verteilen. Dadurch würde das Gewicht jeder einzelnen Sendung sinken. Eine Zustellung durch zwei Personen wäre dann möglicherweise nicht erforderlich. DHL sieht deshalb nicht nur die Paketdienste in der Verantwortung. Auch Händler, Hersteller und Versender könnten schwere Sendungen bereits vor dem Transport vermeiden.
Die Aufteilung bringt jedoch zusätzliche Fragen mit sich. Zwei Pakete benötigen häufig mehr Verpackungsmaterial als eine große Sendung. Außerdem müssen beide Pakete sortiert, transportiert und zugestellt werden. Dadurch steigt die Zahl der einzelnen Sendungen im Paketnetz. Es kann zudem vorkommen, dass zusammengehörende Pakete an unterschiedlichen Tagen ankommen. Händler müssten deshalb prüfen, welche Lösung insgesamt sinnvoller ist. Neben dem Gewicht sollten sie Verpackungsmenge, Transportsicherheit und Zustellaufwand berücksichtigen.
Ein bislang oft übersehener Blickwinkel betrifft die Gestaltung der Produkte und Verpackungen. Hersteller könnten schwere Verbrauchsgüter künftig in kleineren Verkaufseinheiten anbieten. Versandsoftware könnte außerdem automatisch warnen, sobald ein Paket die Grenze von 20 oder 23 Kilogramm überschreitet. Fulfillment-Dienstleister könnten die Ware dann direkt auf mehrere Kartons verteilen. Damit würde der Gesundheitsschutz nicht erst an der Haustür beginnen. Er würde bereits bei der Produktentwicklung, Lagerung und Versandplanung berücksichtigt.
Warum DHL die Regel nicht freiwillig einführt
DHL könnte theoretisch schon heute festlegen, dass Sendungen mit mehr als 23 Kilogramm nur durch zwei Personen ausgeliefert werden. Der Konzern lehnt einen solchen Alleingang jedoch ab. Nikola Hagleitner begründet dies mit dem starken Wettbewerb in der Paketbranche. Eine Zweimann-Zustellung würde höhere Personalkosten verursachen. Außerdem müsste DHL seine Touren und Fahrzeuge anders planen. Diese zusätzlichen Kosten könnten zu höheren Paketpreisen führen. Firmenkunden hätten dann einen Anreiz, zu günstigeren Wettbewerbern zu wechseln.
Auch eine verpflichtende Aufteilung schwerer Waren wäre aus Sicht von DHL problematisch. Geschäftskunden könnten sich gegen einen Anbieter entscheiden, der ihnen strengere Versandvorgaben macht. Dabei geht es nicht nur um die wenigen schweren Pakete. Die betroffenen Händler übergeben DHL in der Regel auch zahlreiche leichtere Sendungen. Bei einem Anbieterwechsel könnte DHL deshalb das gesamte Versandvolumen eines Kunden verlieren. Genau darin sieht Hagleitner das wirtschaftliche Risiko eines freiwilligen Vorstoßes.
Nur rund 1,1 Prozent der von DHL transportierten Pakete wiegen zwischen 23 und 31,5 Kilogramm. Auf den ersten Blick erscheint dieser Anteil gering. Dennoch sind die damit verbundenen Firmenkunden für den Konzern wichtig. Ein Händler, der schwere Fitnessgeräte oder Tierfutter verschickt, versendet häufig zusätzlich viele kleinere Produkte. Würde dieser Händler wechseln, gingen auch die leichteren Pakete an die Konkurrenz. Der mögliche Verlust wäre daher deutlich größer als die Zahl der schweren Sendungen vermuten lässt.
DHL warnt außerdem vor einer Verlagerung zu Unternehmen mit schlechteren Arbeitsbedingungen. Aus Sicht des Konzerns wäre den Beschäftigten nicht geholfen, wenn Paketmengen lediglich zu anderen Dienstleistern wandern. Gleichzeitig könnten tarifgebundene Arbeitsplätze bei DHL unter Druck geraten. Der Konzern fordert deshalb einheitliche Regeln für alle Unternehmen. Diese müssten nicht nur beschlossen, sondern auch wirksam kontrolliert werden. Erst dann wäre eine Zweimann-Zustellung aus Sicht von DHL wettbewerbsneutral umsetzbar.
Warum die DHL-Konkurrenten den Vorschlag ablehnen
Der Bundesverband Paket und Expresslogistik, kurz BPEX, lehnt die Forderung von DHL ab. Der Verband vertritt unter anderem die Interessen von Hermes, GLS und DPD. Nach seiner Auffassung wären Grenzen von 20 oder 23 Kilogramm willkürlich gewählt. Die bisherige Obergrenze von 31,5 Kilogramm solle daher nicht abgesenkt werden. Statt eines zweiten Zustellers empfiehlt der Verband den Einsatz professioneller Paketkarren. Solche Hilfsmittel könnten die körperliche Belastung beim Transport reduzieren.
Ein wichtiges Gegenargument ist der bereits bestehende Personalmangel. Paketdienste haben nach Angaben des Verbandes schon heute Schwierigkeiten, genügend Zustellkräfte zu gewinnen. Eine verpflichtende Zweierbesetzung würde den Personalbedarf für schwere Sendungen erheblich erhöhen. Zwei Beschäftigte müssten entweder gemeinsam eine vollständige Tour fahren oder sich gezielt für einzelne Zustellungen treffen. Beide Modelle verursachen zusätzlichen Planungsaufwand. Zudem könnten sich die Zustellzeiten verlängern.
Der BPEX weist außerdem darauf hin, dass viele schwere Pakete nicht an private Haushalte gehen. Ein Teil der Sendungen werde zwischen Unternehmen transportiert. Solche Lieferungen könnten häufig ebenerdig erfolgen. In Gewerbegebäuden stünden zudem Aufzüge, Ladezonen oder Rampen zur Verfügung. Deshalb sei die körperliche Belastung nicht bei jeder schweren Sendung gleich hoch. Der Verband hält eine starre Gewichtsgrenze daher für wenig geeignet.
Auch die Umweltbilanz spielt in der Kritik eine wichtige Rolle. Für die Zweimann-Zustellung könnten zusätzliche Fahrzeuge und gesonderte Touren erforderlich werden. Dadurch würden mehr Kilometer zurückgelegt. Der Kraftstoff- oder Energieverbrauch könnte steigen. Entsprechend könnten auch die CO₂-Emissionen zunehmen. Kritiker befürchten außerdem höhere Versandkosten für Händler und Verbraucher.
| Beteiligter | Geforderte Regel | Zentrale Begründung |
|---|---|---|
| DHL | Zwei Zusteller bei mehr als 23 Kilogramm | Schutz vor Muskel-, Skelett- und Rückenbeschwerden |
| Verdi | Zwei Zusteller ab 20 Kilogramm ohne Ausnahmen | Schnelle und verbindliche Entlastung der Beschäftigten |
| BPEX | Beibehaltung der Grenze von 31,5 Kilogramm | Personalmangel, Zusatzkosten, Umweltbelastung und vorhandene Hilfsmittel |
| Frühere Bundesregierung | Zwei Zusteller ab 20 Kilogramm, Ausnahme bei geeigneter Technik | Verbindung von Arbeitsschutz und technischen Lösungen |
Verdi fordert eine strengere 20-Kilo-Regel
Der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi geht der Vorschlag von DHL nicht weit genug. Sie fordert eine Zweimann-Zustellung bereits ab einem Gewicht von 20 Kilogramm. Ausnahmen für technische Hilfsmittel lehnt die Gewerkschaft ab. Verdi-Vize Andrea Kocsis verlangt von der Bundesregierung einen neuen Gesetzesentwurf. Die Beschäftigten hätten lange genug auf eine wirksame Entlastung gewartet. Nun müsse der Gesetzgeber konkrete Vorgaben schaffen.
Eine ähnliche Regelung war bereits von der früheren Koalition aus SPD, Grünen und FDP vorbereitet worden. Danach sollten Sendungen ab 20 Kilogramm grundsätzlich von zwei Personen zugestellt werden. Allerdings war eine Ausnahme vorgesehen. Bei einem geeigneten technischen Hilfsmittel sollte weiterhin ein einzelner Zusteller ausreichen. Welche Geräte diese Voraussetzung erfüllen, sollte später durch eine Verordnung geklärt werden. Dazu kam es jedoch nicht mehr, weil die Ampel-Koalition vorzeitig zerbrach.
Unklar blieb deshalb, ob beispielsweise elektrische Sackkarren als ausreichendes Hilfsmittel gelten könnten. Es gibt Modelle, die schwere Lasten über Treppen bewegen können. DHL hält solche Technik zwar grundsätzlich für hilfreich. Nach Ansicht von Hagleitner kann sie einen zweiten Menschen jedoch nicht ersetzen. Die Geräte lösen nicht alle Probleme während einer Zustellung. Ein Paket muss weiterhin aus dem Fahrzeug gehoben, ausgerichtet und an den Empfänger übergeben werden.
Zudem sind nicht alle Treppenhäuser oder Zugangswege für elektrische Transporthilfen geeignet. Enge Kurven, hohe Stufen und fehlende Abstellflächen können ihren Einsatz erschweren. Auch das Be- und Entladen des Hilfsmittels verursacht körperliche Arbeit. DHL kommt deshalb zu dem Ergebnis, dass technische Geräte die Gesundheitsgefahren nicht wesentlich genug reduzieren. Bei wirklich schweren Paketen bleibe eine zweite Person notwendig.
Die politische Entscheidung muss damit mehrere Interessen miteinander verbinden. Einerseits benötigen die Beschäftigten einen wirksamen Schutz. Andererseits dürfen Personalbedarf, Lieferzeiten und Umweltfolgen nicht ignoriert werden. Auch die unterschiedliche Situation bei Privat- und Firmenzustellungen spielt eine Rolle. Eine mögliche Lösung könnten klare Gewichtsstufen und genau definierte Zustellbedingungen sein. Entscheidend bleibt jedoch, dass die Regeln für alle Paketdienste gleichermaßen gelten.
Fazit: Schwere Pakete verändern die Zustellung
Die Forderung von DHL zeigt, wie dringend die Paketbranche klare Regeln für schwere Sendungen braucht. Zwei Zusteller könnten Beschäftigte wirksam entlasten, doch sie erhöhen Personalbedarf und Kosten. Gleichzeitig reicht technische Unterstützung nach Ansicht von DHL nicht aus. Entscheidend ist deshalb eine branchenweit einheitliche Lösung. Nur so lassen sich Gesundheitsschutz, fairer Wettbewerb und verlässliche Zustellung miteinander verbinden. Auch Händler und Hersteller müssen bereits beim Versand handeln, indem sie teilbare Waren künftig konsequenter auf mehrere Pakete verteilen und unnötig schwere Sendungen vermeiden.
Einordnung: Forderung statt allgemeiner Rechtslage
Stand: 15. August 2026. Die diskutierte 23-Kilogramm-Grenze ist als Forderung nach einer gesetzlichen Obergrenze für die Ein-Personen-Zustellung einzuordnen. Sie bedeutet nicht automatisch, dass heute jedes Paket über 23 Kilogramm bundesweit zwingend von zwei Personen zugestellt werden muss. Unabhängig davon müssen Arbeitgeber körperliche Belastungen beurteilen und geeignete Schutzmaßnahmen festlegen.
| Situation | Sinnvolle Schutzmaßnahme | Dokumentation |
|---|---|---|
| Hohes Gewicht oder sperrige Form | Zweite Person, Hubhilfe oder geeignetes Zustellfahrzeug einplanen | Gewicht, Abmessungen und Tourhinweis |
| Treppen, lange Wege, fehlender Aufzug | Trageweg vorab bewerten und Kundenabstimmung vornehmen | Gefährdungsbeurteilung und Zustellhinweis |
| Wiederkehrende schwere Sendungen | Touren rotieren, Hilfsmittel bereitstellen und Unterweisung wiederholen | Unterweisung, Wartung und Nutzung der Hilfsmittel |
Checkliste für KEP-Betriebe
- Gewicht und Sperrigkeit bereits bei der Auftragsannahme erfassen.
- Grenzwerte für manuelle Handhabung nicht pauschal, sondern anhand der Gefährdungsbeurteilung bestimmen.
- Treppensteiger, Sackkarren und Ladebordwände regelmäßig prüfen.
- Beschäftigte in sicherem Heben, Tragen und im Abbruch unsicherer Zustellungen unterweisen.
Weitere belastbare Hinweise liefern die Gesundheitsinitiative der Deutschen Post, die BG Verkehr zur letzten Meile und die BAuA zum Heben, Halten und Tragen.
Die KEP-Redaktion veröffentlicht praxisorientierte Fachbeiträge zu Kurier-, Express- und Paketlogistik, Versand, Transport und E-Commerce-Logistik. Inhalte werden verständlich aufbereitet und bei wesentlichen Änderungen aktualisiert.