Gliederzug: Aufbau, Unterschiede & Einsatz

Fachlich geprüft: August 2026

Ein Gliederzug besteht aus einem Motorwagen mit eigenem Laderaum und einem Anhänger. Die Kombination wird auch Lastzug genannt und ist besonders im Volumen- und Wechselbrückenverkehr verbreitet.

Kurzdefinition: Anders als beim Sattelzug trägt der Motorwagen seine Ladung selbst; der Anhänger besitzt eigene Achsen und ist über eine Deichsel gekoppelt.
TeileMotorwagen plus Anhänger
Laderäumezwei getrennte Einheiten
EinsatzStückgut, Volumen, Wechselbrücken

Gliederzug und Sattelzug

Gliederzug Sattelzug
Motorwagen + Anhänger Zugmaschine + Auflieger
zwei Laderäume häufig ein durchgehender Laderaum
Anhänger weitgehend selbsttragend Auflieger überträgt Sattellast

Vorteile

  • hohes nutzbares Volumen,
  • Motorwagen kann gegebenenfalls allein zustellen,
  • flexibel mit Wechselbrücken,
  • Trennung unterschiedlicher Warenbereiche möglich.

Planung und Beladung

Motorwagen und Anhänger haben getrennte Nutzlast- und Achslastgrenzen. Entladereihenfolge, Kupplungslast, Gesamtzuglänge und Zugänglichkeit beider Laderäume müssen berücksichtigt werden. Volumen ist nicht gleich zulässiges Gewicht.

Fahrdynamik: Ausschwenken, Kurvenlauf und Rückwärtsrangieren unterscheiden sich deutlich vom Solofahrzeug. Zufahrt und Rangierfläche vorab prüfen.

Sicherheitskontrolle

Kupplung, Sicherung, Brems- und Elektroverbindungen, Unterfahrschutz, Reifen und Beleuchtung kontrollieren. Die Ladung in beiden Fahrzeugteilen separat gegen die zu erwartenden Kräfte sichern.

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