Lagergröße berechnen: Fläche, Kapazität & Reserve
Zuletzt fachlich geprüft: 9. August 2026
Die Lagergröße beschreibt je nach Planung die Gebäudefläche, nutzbare Lagerfläche, Zahl der Stellplätze oder das Lagerraumvolumen. Eine belastbare Auslegung verbindet Bestand und Durchsatz mit Lagertechnik, Wegen und Nebenflächen.
Bestand und Durchsatz
m², m³ oder Stellplätze
für Spitzen und Störungen
Flächenarten
| Fläche | Beispiele |
|---|---|
| Lagerfläche | Regale, Blocklager und Bodenplätze |
| Verkehrsfläche | Gänge, Kreuzungen und Sicherheitsabstände |
| Umschlagfläche | Wareneingang, Warenausgang und Bereitstellung |
| Prozessfläche | Verpackung, Prüfung und Retouren |
| Nebenfläche | Technik, Büro, Batterie und Sozialräume |
Vereinfachte Stellplatzberechnung
Benötigte Stellplätze = maximaler Bestand in Ladeeinheiten ÷ durchschnittliche Belegungsquote + Reserve. Die Formel muss um gesperrte Plätze, unterschiedliche Palettenhöhen, Chargentrennung und nicht stapelbare Ware ergänzt werden.
Wichtige Planungsdaten
- Artikelzahl, Maße, Gewichte und Ladeeinheiten,
- Durchschnitts- und Spitzenbestand,
- Warenein- und -ausgänge pro Stunde oder Tag,
- Bestandsreichweite und Saisonverlauf,
- Lagerstrategie und erforderliche Zugriffsart,
- Brandschutz, Gefahrstoffe und Temperaturzonen,
- Wachstum, Automatisierung und Ausfallkonzept.
Zu groß oder zu klein
Zu wenig Fläche erzeugt Stau, Außenlager und schlechte Zugänglichkeit. Zu große Fläche erhöht Miete, Energie und Wege. Hohe Flächenauslastung ist deshalb nicht immer effizient; in chaotischer Lagerung werden freie Plätze benötigt, um flexibel einlagern zu können.
Zusammenhang
Slotting verbessert die Platznutzung, WMS steuert Plätze und Bestand. Lagergröße kann Prozessmängel nicht allein lösen.