Sachgüter: Definition, Arten & Logistikbezug

Fachlich geprüft: August 2026

Sachgüter sind körperliche, greifbare wirtschaftliche Güter. Dazu zählen Rohstoffe, Bauteile, Maschinen, Lebensmittel und Konsumprodukte – im Unterschied zu Dienstleistungen oder rein immateriellen Rechten.

Kurzdefinition: Sachgüter besitzen eine physische Form und stellen deshalb Anforderungen an Verpackung, Lagerung, Handling, Transport und gegebenenfalls Rückführung.
FormenRohstoff, Halbzeug, Fertigware
NutzungVerbrauchs- oder Gebrauchsgut
EmpfängerProduktion oder Konsum

Gängige Einteilungen

Kategorie Beispiel
Produktionsgut Maschine, Rohstoff, Bauteil
Konsumgut Lebensmittel, Möbel, Elektronik
Verbrauchsgut wird bei Nutzung aufgebraucht
Gebrauchsgut wird wiederholt genutzt

Warum ist die Einteilung logistisch relevant?

Nicht die volkswirtschaftliche Kategorie allein, sondern die konkreten Produkteigenschaften bestimmen den Prozess: Abmessung, Gewicht, Wert, Haltbarkeit, Temperatur, Gefahr, Stapelbarkeit und Umschlagsempfindlichkeit.

Vom Sachgut zur Sendung

  1. Artikel und Menge bestimmen.
  2. Geeignete Verpackung und Ladeeinheit bilden.
  3. Kennzeichnung und Dokumente zuordnen.
  4. Lager- und Transportbedingungen festlegen.
  5. Übergabe und Zustandsnachweis organisieren.
Abgrenzung: Software kann als immaterielles Gut gelten; der Datenträger ist dagegen ein Sachgut. Verträge kombinieren häufig Sach- und Dienstleistungen.

Praxisbeispiel

Eine Industriemaschine ist ein langlebiges Produktions- und Sachgut. Für ihren Transport zählen Schwerpunkt, Anschlagpunkte, Feuchtigkeitsschutz, Wert und Aufstellort – nicht nur die Bezeichnung „Maschine“.

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