CHEP-Palette: Pooling, Maße & Rückgabe erklärt

Fachlich geprüft: August 2026

Eine CHEP-Palette ist ein wiederverwendbarer Pool-Ladungsträger des Anbieters CHEP. Die in Europa verbreitete blaue Holzpalette hat typischerweise die Grundfläche 1.200 × 800 Millimeter. Anders als eine frei gekaufte Palette bleibt sie Eigentum von CHEP und wird innerhalb eines vertraglich organisierten Pooling-Netzwerks genutzt.

Kurzdefinition: Unternehmen mieten beziehungsweise nutzen CHEP-Paletten im Pool, melden Bewegungen und Rückgaben und überlassen Prüfung, Reparatur und Wiederbereitstellung dem Poolbetreiber.
Erkennungtypischerweise blau und CHEP-gekennzeichnet
Formathäufig 1.200 × 800 mm in Europa
Eigentumbleibt laut CHEP beim Poolanbieter

Wie funktioniert das Pooling?

  1. Ein CHEP-Kunde erhält Paletten aus einem Service Center oder Bestand.
  2. Er belädt sie und meldet die Bewegung zum nächsten Beteiligten.
  3. Der Empfänger entlädt und hält die Paletten gemäß Poolprozess bereit.
  4. CHEP organisiert Rückführung, Inspektion, Reparatur und erneute Ausgabe.
  5. Konten und Bewegungsmeldungen gleichen Bestände und Gebühren ab.

Vorteile

  • kein eigener Kauf- und Reparaturprozess für jede Palette,
  • standardisierte Maße für Förder- und Lagertechnik,
  • Qualitätsprüfung und Instandhaltung im Netzwerk,
  • Wiederverwendung über mehrere Lieferkettenstufen,
  • Bestandssteuerung über ein vertragliches Poolkonto.

Wichtige betriebliche Regeln

Thema Praxis
Eigentum CHEP-Paletten dürfen laut Anbieter nicht rechtmäßig verkauft oder gekauft werden
Bewegungsmeldung Ausgang, Transfer und Rückgabe fristgerecht und korrekt buchen
Trennung CHEP, EPAL und Einwegpaletten separat zählen und lagern
Schäden nicht eigenmächtig reparieren; nach vereinbartem Poolprozess behandeln
Rückgabe Abholung oder Rückführung über autorisierte Kanäle organisieren
Nicht gegen EPAL tauschen: Gleiche Außenmaße machen CHEP- und EPAL-Europaletten nicht rechtlich oder kontotechnisch austauschbar. Eine blaue Poolpalette sollte nicht als Tauschpalette an einen offenen Europalettenbestand abgegeben werden.

CHEP-Palette oder EPAL-Europalette?

CHEP EPAL
geschlossenes Pooling-/Mietsystem offener Tausch- und Marktverkehr
Eigentum des Poolbetreibers Eigentum kann beim jeweiligen Besitzer liegen
Bewegungs- und Kontenmeldung Tausch oder Kauf nach Vereinbarung
typisch blau gekennzeichnet EPAL-Marken und IPPC-Kennzeichnung

Praxisbeispiel

Ein Hersteller versendet 20 blaue CHEP-Paletten an einen Händler. Beide Unternehmen buchen die Übergabe im vereinbarten System. Das Lager stellt die leeren Paletten getrennt von EPAL-Paletten bereit. CHEP holt sie ab, prüft sie und führt sie wieder in den Pool zurück.

Kontrollliste im Wareneingang

  • Pooltyp und Palettenanzahl erfassen,
  • Schäden und Abweichungen dokumentieren,
  • Bewegung der richtigen Gegenpartei und Referenz zuordnen,
  • Poolbestände getrennt halten,
  • Differenzen zeitnah mit Lieferschein und Systemmeldung klären.

Quelle

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