LTL: Less Than Truckload verständlich erklärt
Fachlich geprüft: August 2026
LTL steht für „Less Than Truckload“ und bezeichnet eine Teilladung, die einen Lkw nicht vollständig auslastet. Mehrere kompatible Sendungen teilen sich Kapazität und Transportkosten.
Wie funktioniert LTL?
Der Frachtführer bündelt Sendungen nach Route, Termin, Abmessungen und Verträglichkeit. Je nach Netzwerk werden sie direkt zugeladen oder in einem Terminal konsolidiert. Jeder zusätzliche Umschlag verbessert möglicherweise die Auslastung, erhöht aber Handling- und Schadensrisiko.
LTL, FTL und Stückgut
| Merkmal | LTL | FTL | Stückgut |
|---|---|---|---|
| Kapazität | Teil des Lkw | ganzer Lkw | standardisierte Einzelkolli |
| Umschlag | möglich | meist keiner | typisch im Netzwerk |
| Planung | konsolidierte Route | direkte Relation | Linien-/Hubsystem |
Wann ist LTL sinnvoll?
- mehrere Paletten reichen nicht für einen kompletten Lkw,
- Lieferzeit erlaubt Bündelung,
- Ladegut ist mit anderen Sendungen kombinierbar,
- Abhol- und Zustellbedingungen sind planbar.
Preisfaktoren
Relevant sind Strecke, Gewicht, Palettenstellplätze oder Lademeter, Volumengewicht, Stapelbarkeit, Termine, Hebebühne, Maut und saisonale Kapazität. „Eine Palette“ ist ohne Maße, Gewicht und Stapelbarkeit keine belastbare Kalkulationsgröße.
Praxisbeispiel
Sechs Europaletten belegen rund 2,4 Lademeter. Der Carrier kombiniert sie mit zwei weiteren Teilladungen auf derselben Relation. Der Versender zahlt anteilige Kapazität statt einer kompletten Tour.