Auftragsbestätigung: Inhalt, Wirkung & Prüfung

Fachlich geprüft: August 2026

Eine Auftragsbestätigung dokumentiert die Annahme eines Auftrags und dessen wesentliche Bedingungen. Sie schafft Klarheit über Leistung, Preis, Termin und Referenzen, ist aber nicht in jedem Fall Voraussetzung für einen wirksamen Vertrag.

Kurzdefinition: Die Auftragsbestätigung gibt den angenommenen Vertragsinhalt wieder. Weicht sie vom Angebot oder Auftrag ab, kann sie rechtlich als Ablehnung verbunden mit einem neuen Antrag gelten (§ 150 Abs. 2 BGB).
InhaltLeistung, Preis, Termin, Parteien
FunktionDokumentation und Abgleich
Risikounbemerkte Abweichungen

Typische Angaben

  • Auftraggeber und Auftragnehmer,
  • Auftrags-, Angebots- und Kundenreferenz,
  • Leistungsbeschreibung, Menge und Qualität,
  • Preis, Zuschläge, Steuer und Zahlungsbedingungen,
  • Leistungsort, Termin und Lieferbedingung,
  • einbezogene Geschäfts- oder Transportbedingungen.

Im Transportgeschäft

Zusätzlich relevant sind Abhol-/Lieferadresse, Zeitfenster, Packstücke, Maße, Gewicht, Gefahrgut, Ladehilfsmittel, Fahrzeuganforderung und Frachtpreis. Unklare Angaben wie „Standardpalette“ oder „schnellstmöglich“ sollten konkretisiert werden.

Prüfung bei Eingang

Prüfpunkt Beispiel
Leistung Direktfahrt oder Netzwerktransport?
Termin Fixtermin oder unverbindliche Prognose?
Kosten Maut, Wartezeit, Hebebühne enthalten?
Bedingungen Welche AGB/ADSp wurden einbezogen?
Praxisregel: Abweichungen sofort und nachweisbar klären. Schweigen hat nicht pauschal die Bedeutung einer Zustimmung; die rechtliche Bewertung hängt vom Einzelfall ab.

Praxisbeispiel

Bestellt wurde Zustellung am Freitag für 800 Euro. Die Bestätigung nennt Montag und 920 Euro. Das ist keine bloße Formalie, sondern muss vor Durchführung geklärt werden.

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