Handlingkosten: Bestandteile, Berechnung & Beispiele
Fachlich geprüft: August 2026
Handlingkosten sind Kosten für physische und administrative Bearbeitungsschritte an Waren, Sendungen oder Ladeeinheiten. Dazu zählen je nach Vertrag etwa Entladen, Prüfen, Scannen, Umpacken, Kommissionieren und Bereitstellen.
Kurzdefinition: Handlingkosten vergüten definierte Prozessschritte. Welche Leistung enthalten ist und welche Mengeneinheit gilt, muss im Angebot eindeutig beschrieben sein.
EinheitenAuftrag, Position, Paket, Palette, Stunde
TreiberMenge, Komplexität, Automatisierung
Abgrenzungnicht automatisch Lager- oder Frachtkosten
Typische Bestandteile
- Wareneingang und Entladung,
- Mengen-/Sichtprüfung und Scan,
- Einlagerung oder Cross-Docking,
- Pick & Pack, Etikettierung und Dokumente,
- Palettentausch, Umpacken oder Retourenprüfung,
- Bereitstellung am Warenausgang.
Gängige Kalkulationsmodelle
| Modell | Geeignet für |
|---|---|
| pro Einheit | standardisierte, messbare Abläufe |
| pro Auftrag plus Position | Kommissionierung |
| Zeitaufwand | Sonderleistungen/unklare Mengen |
| Pauschale | stabile Volumen und Leistungsbilder |
Beispielrechnung
Grundhandling je Auftrag 2,50 Euro, Pick je Position 0,45 Euro und Packstück 0,80 Euro. Ein Auftrag mit vier Positionen in zwei Paketen verursacht 2,50 + 1,80 + 1,60 = 5,90 Euro, bevor Verpackungsmaterial und Fracht hinzukommen.
Vergleichbarkeit: Prüfen Sie Mindestmengen, Zuschläge, Rundungen, inkludierte Freimengen sowie die Definition von Auftrag, Position und Einheit.
Wie lassen sich Handlingkosten senken?
Standardisierte Verpackungen, saubere Stammdaten, scanbare Barcodes, weniger Sonderfälle und geeignete Losgrößen reduzieren manuelle Berührungen. Eine Einsparung ist nur sinnvoll, wenn Fehler-, Schaden- und Durchlaufzeit nicht steigen.