Seefracht: FCL, LCL, Ablauf & Dokumente

Fachlich geprüft: August 2026

Seefracht ist die Beförderung von Gütern über See. Sie eignet sich besonders für große Mengen und interkontinentale Relationen, erfordert aber mehr Vorlauf und Schnittstellenplanung als Luftfracht.

Kurzdefinition: Seefracht umfasst Vorlauf, Hafenterminal, Seetransport, Importabfertigung und Nachlauf. Die reine Hafen-zu-Hafen-Zeit ist nicht die gesamte Lieferzeit.
ContainerFCL oder LCL
DokumentBill of Lading/Sea Waybill
TermineCut-off, ETD, ETA

FCL und LCL

FCL LCL
Container für eine Sendungspartei konsolidierte Teilmenge
weniger Warenumschlag zusätzliche Be-/Entkonsolidierung
nicht zwingend voll beladen Abrechnung häufig nach Volumen/Gewicht

Typischer Ablauf

  1. Buchung mit Ware, Maßen, Gewicht und Incoterm.
  2. Gestellung, Beladung und Vorlauf zum Hafen.
  3. Exportformalitäten und Terminal-Cut-off.
  4. Verladung und Seereise, gegebenenfalls Umladung.
  5. Import, Freistellung, Terminalabholung und Nachlauf.

Wichtige Dokumente und Angaben

Handelsrechnung, Packliste, Zollreferenzen, Beförderungsdokument, Container-/Siegelnummer sowie Gefahrgut- oder Ursprungsnachweise müssen zum Vorgang passen. Das Bill of Lading kann je nach Ausgestaltung Empfangsbestätigung, Beförderungsnachweis und Traditionsfunktion verbinden; ein Sea Waybill ist regelmäßig nicht übertragbar.

Kosten und Risiken

Neben der Seefrachtrate fallen mögliche Vor-/Nachläufe, Terminal Handling, Dokumentation, Zollabfertigung, Demurrage, Detention und Standgeld an. Cut-offs, Freizeiten und Haftung hängen von Buchung und Bedingungen ab.

Planungshinweis: ETD und ETA sind erwartete, keine garantierten Zeitpunkte. Puffer für Hafenstau, Wetter, Roll-over und Zollprüfung einplanen.

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