Transportlogistik: Aufgaben, Planung & Kennzahlen
Fachlich geprüft: August 2026
Transportlogistik gestaltet und steuert die räumliche Bewegung von Gütern. Sie verbindet strategische Netzwerkplanung, taktische Kapazitätsentscheidung und operative Disposition mit Dokumentation, Kosten- und Qualitätskontrolle.
Kernaufgaben
- Transportbedarf und Servicelevel definieren,
- Verkehrsträger und Netzstruktur wählen,
- Fahrzeuge, Carrier und Kapazität beschaffen,
- Sendungen konsolidieren und Routen planen,
- Zoll, Gefahrgut und Dokumente koordinieren,
- Status und ETA überwachen,
- Störungen, Schäden und Reklamationen steuern,
- Kosten, Qualität und Emissionen analysieren.
Planungsebenen
| Ebene | Beispiel |
|---|---|
| strategisch | zentrales oder regionales Distributionsnetz |
| taktisch | Jahresausschreibung und Carrier-Mix |
| operativ | Fahrzeug- und Tourzuordnung für morgen |
| Echtzeit | Umplanung bei Stau, Ausfall oder Prioritätsauftrag |
Optimierungsziele und Konflikte
Hohe Auslastung kann Laufzeiten verlängern, Expressservice Kosten und Emissionen erhöhen, minimale Bestände Transporte beschleunigen. Gute Transportlogistik macht Zielkonflikte sichtbar und priorisiert nach Kundenzusage, Warenrisiko und Gesamtkosten.
Wichtige Daten
- Adressen, Geokoordinaten und Zeitfenster,
- Packstücke, Maße, Gewicht und Stapelfähigkeit,
- Service, Warenwert und Sonderanforderung,
- Fahrzeugprofile und Kapazitäten,
- Tarife, Zuschläge und Restriktionen,
- historische Laufzeit- und Qualitätsdaten.
Kennzahlen
- On-Time-Pickup und On-Time-Delivery,
- On-Time-in-Full,
- Kosten je Sendung, Tonne oder Tonnenkilometer,
- Auslastung und Leerfahrtenquote,
- Schaden-/Verlustquote,
- ETA-Prognosefehler,
- Emissionen je Leistungseinheit.
Praxisbeispiel
Ein Hersteller konsolidiert fünf tägliche Teilpartien zu drei festen Abfahrten, behält aber Direktfahrten für Produktionsstopper. Das TMS wählt nach Cut-off, Kapazität und Kosten, während Ausnahmeaufträge eine andere Priorität erhalten. Erfolg wird mit OTIF und Gesamtkosten gemessen.